Teamplayer

Romana Müller

 

Geschäftsführerin

 

Marina & Pascal

 

Pächter

 


CHAM: Badi-Beizli: Die Gäste können kommen
Im Badi-Beizli im Strandbad Cham haben neue Pächter das Zepter übernommen. Sie wollen frischen Wind in das Restaurant bringen – mit regionalen Produkten und Events.

Vom Skigebiet Sörenberg in die Chamer Badi mit einem Umweg über die Karibik: Romana Müller, die neue Geschäftsführerin im Strandbad Cham, ist sich solche extremen Wechsel gewohnt. Im Winter ist sie im Bergrestaurant Rossweid als Chef de Bar tätig, gönnt sich jeweils im April einen Monat Ferien, um dann in die Sommersaison zu starten.

Zuletzt hat die 28-jährige Gastronomin aus dem Ägerital während der warmen Jahreszeit im Zuger Seebad Seeliken gearbeitet. Jetzt hat sie gemeinsam mit den Pächtern Pasquale Sciangula (38) und Marina Fischer (30) das Badi-Beizli in Cham übernommen. Morgen Samstag startet das Team zusammen mit dem Bademeister Michael Freisager in die Saison.

Neue Dekoration und eine frische Speisekarte

Der saftige Rasen in der Badi ist geschnitten, der Pool und die Spielgeräte glänzen um die Wette und die Blumen blühen – alles ist bereit für die ersten Gäste. Im Restaurant sind die vier Festangestellten und die Aushilfen am letzten Schliff. «Wir bringen frischen Wind in die Chamer Badi», erzählt Marina Fischer. Sie ist gemeinsam mit ihrem Freund Pasquale Sciangula – beide sind gelernte Köche – seit längerem in der Gastronomie tätig. Neben der Ski-Hütte Schwarzenegg und dem Restaurant Rossweid in Sörenberg führen sie auch das Schwimmbad in Nebikon im Kanton Luzern. Die dortige Badi besteht nur aus einem Pool – «Hier in Cham ist es schon etwas Besonderes. Es ist wunderschön, wie der Zugersee glitzert.»

Die neuen Pächter und die Geschäftsführerin haben letzte Woche die Arbeit aufgenommen, diese Woche wurden die Bestellungen angeliefert. Dazu gehören neue Stühle, Tische und Lounge-Möbel. Denn wenn Marina Fischer «frischen Wind» sagt, meint sie das auch wirklich ernst: Das Team hat das ganze Mobiliar ausgewechselt und wird neue Deko wie beispielsweise Laternen, Kerzen und Blumen einsetzen. «Maritim, fröhlich, sommerlich», sei das Programm, erzählt die Luzernerin. Auch die Speisekarte kommt frisch daher. «Wir setzen auf regionale Produkte», sagt Romana Müller. So verkaufe man ausschliesslich Schweizer Fleisch und arbeite beispielsweise mit der Chamer Bäckerei Amstad und der Brauerei Baar zusammen. «Dem Vorurteil, dass es in einer Badi-Beiz nur Bratwürste und labbrige Pommes-Frites gibt, wollen wir entgegenwirken.» Auf den Teller kommen beispielsweise ein Badi-Burger, ein Vitamin-Salat oder hausgemachte Poulet-Streifen. Auch der Eistee stammt aus hauseigener Produktion.

Im Sommer plant Romana Müller auch Events in der Chamer Badi. «Wir möchten jeden zweiten Freitag im Juli und August einen Abend mit Livemusik und Cocktails organisieren», verrät die Geschäftsführerin. «Bei den Gästen soll richtiges Ferienfeeling aufkommen.» Details werde sie im Laufe der Saison bekannt geben.

Eine Gastronomin aus Leidenschaft

Das Dreiergespann ist schon seit längerem befreundet. Marina Fischer ist im Sommer in erster Linie im Sörenberg tätig, während Pasquale Sciangula halb in Cham, halb in Nebikon arbeiten wird. Romana Müller wird fast täglich hier anzutreffen sein. Sie freut sich auf die Saison. «Ich bin Gastronomin aus Leidenschaft. Im Winter ist im Sörenberg jeweils die Hölle los. Diese Action gefällt mir. In der Sommersaison geht es etwas ruhiger zu und her – auch wenn die Badi voll ist. Wir arbeiten dort, wo die Leute zum Entspannen hinkommen. Das macht Freude. Ich könnte mir nichts Besseres vorstellen.»